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>Selber Jude!<

„Selber Jude!“, schrie David und schlug mit der Faust mitten in Alis Gesicht. Das war  Dienstag. Freitag kam der Brief. Montag saß er zusammen mit seiner Mutter vor dem Büro des Direktors. „Ich bin untröstlich“, sagte die Mutter. „Ich hatte schon versucht die Familie anzurufen. Wir würden den Jungen gerne im Krankenhaus besuchen. Ich bedauere sehr was passiert ist.“ Weiterlesen

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Graefekiez Berlin oder meinen Kiez unterstütze ich gerne

Die junge Frau sitzt an einem kleinen Tisch vor der Eismanufaktur. Belgisch Schokolade und Himbeer-Sorbe teilten sich den Platz in ihrem Becher. Bio und selbstgemacht. Teuer ist es schon, aber sie unterstützt gerne ein Kiez Café. Manufaktur. Vor dem Eingang ist eine Tafel mit der Aufschrift – Glück kann man nicht kaufen, dafür gibt es Eis. Die junge Frau schmunzelt und macht ein Foto für ihr Instagram. Weiterlesen

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Macht es dich Glücklich? Judentum nach Konmari

Maria nahm die restlichen Klamotten aus ihrem Schrank und legte sie auf den Berg, der auf dem Boden ihres WG-Zimmers entstanden war. Nie im Leben hätte sie gedacht, dass sich solche Massen in dem Schrank befinden. Nun machte sie drei Haufen. Konmari heißt die Drei-Haufen-Methode, weil Marie Kondo, eine Japanerin, sie entwickelt hat. Maria kaufte Maries Buch, las es und war nun voller Tatendrang das Magic Cleaning auf ihr Leben anzuwenden. Weiterlesen

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Berlin, die Heimat der Heimatlosen

8 Uhr morgens. Zum Abschied gab ich meiner Tochter einen Pozelujchik (russ. Küsschen)auf ihren kleinen, feuchten Mund. Mein Mann hielt ihr pummeliges Händchen, während sie gemeinsam die Stufen nach unten zählten. Sie musste zur Kita, er in die Uni. Behutsam und leise schloss ich die Tür. Ich schloss sie immer auf diese Weise. Obgleich es in diesem Haus, in dieser Stadt nicht nötig wäre.

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